Auf den Spuren der Inka: Machu Picchu

Auf den Spuren der Inka: Machu Picchu

Die Busfahrt nach Hidroelectrica ist ein wirklich wilder Ritt, es geht schnell und lange sehr knapp an sehr steilen Abhängen entlang. Teilweise auch ungeteerter Straße. Wenns zu wild wird, schlaf ich einfach und bekomme davon zum Glück nicht viel mit. Ich gehe zusammen mit 3 Kanadiern nach Aquas Calientes. Weil es keine Straße dorthin gibt, muss man einfach den Bahnschienen entlang laufen. Immer wieder kommt ein Zug, der sich aber durch lauten Hupen bemerkbar macht. Aquas Calientes existiert ausschließlich für den Tourismus. Ein Hotel und Restaurant neben dem anderen. Mein Hostel ist ganz ok und ich gehe früh ins Bett. Der Wecker am nächsten Morgen ist auf 4 Uhr gestellt um der Menge etwas zu entgehen. Ich wollte den Machu Picchu ja fast ausfallen lassen, weil ich mir schon dachte dass es dort ziemlich zugehen wird.

Am Anfang spiele ich noch mit dem Gedanken den Weg zum Machu Picchu (knapp 1-2 Studen zu Fuß, 15-20 Minuten Busfahrt) zu Fuß zu gehen. Als ich dann aber vom Hostel aufbreche, fängt es extrem zu regnen an. Ich biege also noch zur Busstation ab und stelle mich in die Schlange um doch recht früh oben zu sein. Ich denke mir, dass der Tag komplett ins Wasser fällt uns es eigentlich ne dumme Idee war zu kommen. Allein vom Anstehen bin ich schon recht durchgeweicht bevor es mit dem Bus raufgeht. Oben angekommen macht gerade der Machu Picchu auf und ich komme wirklich als einer der ersten in das Gelände. Viele Leute haben einen Guide der anfangs gleich etwas erklärt, was mir ermöglicht gleich zu den etwas weiter entfernsten Stellen zu gehen an denen zu der Zeit noch wirklich keiner ist.

Machu Picchu morgens noch ohne viele BesucherMan sieht allerdings nichts, es regnet immer noch und der Nebel verhüllt die ganze Inkastadt. Auf einmal hört es aber auf und pünktlich zum Sonnenaufgang reißen auch die Wolken auf. Und auf einmal liegt der ganze Machu Picchu in einem total schönen Licht und noch sind echt wenig Leute da. Die Gelegenheit Fotos zu schießen und die mystische Stimmung mal etwas wirken zu lassen. Danach drehe ich eine Runde über das Gelände und sehe mir die verschiedenen Gebäude an. Leider ist nicht wirklich viel auf Tafeln oder so erklärt und so lausche ich immer wieder was Guides anderen Gruppen erzählen. Um 9 gehe ich zum Eingang des Montana Macchupicchu, ein Berg neben der Stadt den man besteigen kann um einen Blick von etwas weiter oben auf den Machu Picchu zu bekommen. Aus Zeitgründen (ich muss um 14:30 wieder sicher in Hidroelectrica sein) steige ich nicht ganz auf, aber auch die Aussichtspunkte unterwegs geben schon einen schönen Blick.

Als ich von dem Berg wiede runterkomme ist das ganze Gelände schon echt ziemlich voll und an einigen Gängen gibts regelrecht Stau. Das ist das, was ich eigentlich genau vermeiden wollte und so bleibe ich gar nicht mehr so lange oben. Ich habe eh schon einen echt guten Eindruck bekommen. Ich laufen den Weg, den ich morgens mit dem Bus rauf gefahren bin wieder runter und mache mich dann gleich auf den Weg nach Hidroelectrica. Dort komme ich so circa um 14:15 an und eine halbe Stunde später geht es wieder über die Schotterpiste zurück nach Cusco.

Damit habe ich auf erstmal genug von den Bergen: Nächster Stop Karibik! Am 04. Oktober geht’s direkt nach San Andres, einer kolumbianischen Insel im karibischen Meer 🙂

Sonnenaufgang am Machu Picchu

Sonnenaufgang am Machu Picchu

Sonnenaufgang am Machu Picchu


Jacob