Jeep-Tour durch die Salar de Uyuni

Jeep-Tour durch die Salar de Uyuni

Ich bin also mit Nic von Sucre über Potosi (wo man sich Minen hätte anschauen können) nach Uyuni. Der Hinweg ist schon mega witzig weil wir beide nicht wirklich nen Plan haben wo und zu welchem Terminal wir müssen und ich auch noch kein Wort Spanisch spreche. Aber es klappt alles und wir kommen abends um halb 12 in Uyuni an. Wie uns schon einige andere berichtet hatten ist Uyuni ein echtes Loch. Aber unser Hotel und das Frühstück am nächsten Morgen sind gut!

Team UyuniAm nächsten Morgen treffen wir uns mit Max und Paolo (die Nic schon früher kennengelernt hat) und einem holländischem Pärchen um die Tour zu 6. zu starten. Weil 6 Leute genau ein Jeep sind, können wir den Preis gut drücken und zahlen so pro Person 650 Bolivianos (rund 85 Euro) für 3 Tage und 2 Nächte inklusive allem außer dem Parkeintritt. Man hört immer wieder, dass die billigen Touren (andere Agencies haben fast das doppelte verlangt) total enttäuschend sind, die Fahrer betrunken fahren und so weiter aber ich kann davon nichts bestätigen. Unterkunft, Essen, Fahrer waren alles top! Nur das versprochene „Basic English“ des Fahrers existierte nicht. Aber darauf hatten wir uns eigentlich schon eingestellt.

Kurz nach der Buchung geht’s auch schon los. Tagesrucksack kommt mit ins Auto, alles andere Gepäck auf’s Dach. Am ersten Tag steht nach einem Eisenbahnfriedhof in unmittelbarer Nähe von Uyuni gleich das Highlight auf dem Programm – die Salar de Uyuni. Eine riesige, weiße Salzwüste von der man oft das Ende nicht erkennen kann und ein hervorragender Spot für Fotos ist. Mit dem Jeep kann man dort überall rumfahren und so kann man auch den zahlreichen anderen Touristen etwas aus dem Weg gehen. Bei anderen Sehenswürdigkeiten während des Trips geht das leider nicht so leicht. Nach zahlreichen Stops erreichen wir ein etwas entlegenes Salzhotel. Ein Hotel, das komplett aus Salz gebaut ist. Abendessen ist gut und am Abend ist Dorfgeburtstag in der Dorfkneipe. Leider geht’s mir auf einmal nicht so gut. Ich habe etwas Kopfweh und Schüttelfrost, was vermutlich an der Höhe und der vielen Sonne an dem Tag liegt. Ich geh also nicht mit auf die Party sondern lieber ins Bett, damit ich am nächsten Tag wieder fit bin. Die Rechnung geht zwar nicht ganz auf, aber die Stories beim Frühstück sind ein guter Start in den Tag.

Unendliche Weiten in der Salar de Uyuni

Am zweiten Tag sitzen wir viel im Auto, was mir ganz recht ist weil ich dann noch etwas schlafen kann. Wir grasen sämtliche Lagunen die allesamt wie gemalt aussehen. In einigen stehen ein paar hundert Flamigos im Wassen, was mich eigentlich etwas verwundert. Ích dachte immer Flamingos leben irgendwo wo es warm ist und warm war es mittlerweile gar nicht mehr. Wir sind auf knapp 4500 Meter über dem Meer und es wird echt zapfig. Lagune mir ein paar FlamingosWir übernachten wieder in einer Art Hütte, diesmal noch entlegener so dass es nur 2 Stunden „richtigen“ Strom gibt. Ich bin immer noch nicht wieder richtig fit und gehe wieder früher ins Bett, schlafe aber richtig schlecht und am nächsten Morgen bin ich total gerädert. Liegt wohl an der Höhe.

Am letzten Tag fahren wir noch zu Geysiren und Hotsprings. Danach geht es zur Bolivianischen-Chilenischen Grenze. Ich hatte mich vor dem Trip auch spontan dazu entschieden mit den anderen für 2-3 Tage nach Chile in die Atacamawüste zu fahren. Die Grenze mitten in den Bergen war echt ein Bild. Auf chilenischer Seite steigen wir dann in einen Bus, der uns nach San Pedro de Atacama bringt. Die Busfahrt geht 40 Minuten nur bergab (von 4500 auf circa 2500 Meter) und auf einmal gehts mir auch wieder gut 🙂

Bolivianisch-Chilenische Grenze mitten in den Bergen auf 4500 Metern Höhe


Jacob